1705-1798 Abraham

Indirekte Dokumente mit Erwähnung von Abraham

1) Erwähnung im Sterbeakt seiner Tochter Esther.

https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CSZT-JNR8?view=index&personArk=%2Fark%3A%2F61903%2F1%3A1%3AQPDW-83BZ&action=view&cc=3015626&lang=de&groupId=M968-Z7Y

Landkreis Mannheim. Kirchliche Geburtsurkunden 1822–1824, Kirchliche Sterbeurkunden 1822–1824, Kirchliche Heiratsurkunden 1822–1824

  1. #102550650

Element 1

54.  1822.
In der Menonitengemeinde, dahier Im Jahr Christi Ein Tausend acht hundert zwei und zwanzig
N° 1 am achten April Morgens ein Uhr starb dahier, und [am] zehnten desselben begraben: Ester Nagel Wittwe von Simon Nagel Er: und RathsVerwandten, in Wachenheim. Tochter von weitl.[?]: Abraham Ellenberger Er: und Ackersmann in Gönnheim und dessen Ehefrau Anna geb.: Engel von Diemerstein. Alt sechs und siebzig Jahre. Sie hinterläßt, eine dahier verheirathete Tochter.
Zeugen: Daniel Hackman br: u. Branntweinbauer, u. Johannes Krehbiel Br: u. Handelsmann daß

Ahlel

N° 2 ……

2) Erwähnung bei Heirat seines Sohnes Johannes 1755

  • Es handelt sich um einen Kirchenbucheintrag (Heiratsregister) aus dem Jahr 1755.
  • Das Dokument dokumentiert die Eheschließung zwischen einem Mennoniten und einer reformierten Frau.
  • Historisch besonders interessant ist der Vermerk über den Ehevertrag („Ehepacten“), der beim Oberamt hinterlegt wurde. Dieser regelt die religiöse Erziehung der zukünftigen Kinder, die in diesem Fall der Konfession der Mutter (reformiert) folgen sollen. Dies war eine typische rechtliche Absicherung bei konfessionsverschiedenen Ehen in dieser Zeit.
  • Der Begriff „Universitäts Beständer“ weist darauf hin, dass der Vater des Bräutigams ein Gut oder Land gepachtet hatte, das einer Universität gehörte.
  • „weyl.“ steht für „weiland“ und bedeutet „verstorben“.

Johannes Ellenberger (Bräutigam):  ca 21-22 Jahre, ca geb. 1733

  • Rolle: Bräutigam
  • Religion: Mennonit
  • Vater: Abraham Ellenberger

Eva Metzger (Braut):

  • Rolle: Braut
  • Herkunft: Friedelsh. (wahrscheinlich Friedelshausen)
  • Religion: Reformiert
  • Vater: Joh. Adam Metzger (verstorben)

Abraham Ellenberger (Vater des Bräutigams):

  • Rolle: Vater des Bräutigams
  • Religion: Mennonit
  • Beruf/Stand: Universitäts-Beständer (Pächter eines Universitätsgutes) hierselbst
    [=Gönnheim, siehe unten Übergabe des Gutes vom Kurfürsten an die Uni Heidelberg 1551]

Joh. Adam Metzger (Vater der Braut):

  • Rolle: Vater der Braut
  • Status: Verstorben („weyl.“ = weiland)
  • Beruf/Stand: Gewesener [Gemeinsmann?] und Einwohner zu Friedelsh.

Ereignis:

  • Typ: Heirat / Eheschließung
  • Datum: 2. Februar 1755
  • Besondere Vereinbarung: Laut Ehepakten (Ehevertrag), die beim Oberamt hinterlegt wurden, sollen die Kinder nach der reformierten Religion getauft und erzogen werden.

3) Notizen aus dem Landesarchiv Speyer


https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:S3HT-62JB-5B?wc=M8S2-96D%3A48109101%2C48108902%2C48109203%2C48114101%26cc%3D1475962&lang=de&i=121&cc=1475962


https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:S3HT-62JP-CN?wc=M8S2-96D%3A48109101%2C48108902%2C48109203%2C48114101%26cc%3D1475962&lang=de&i=127&cc=1475962

Abraham war ja Sohn von Nikolaus, also auch Enkel von Niggli Ellenberger aus der Schweiz.
Nikolaus soll 1698 schon laut Richard Warren Davis einen Friedensvertrag in der Pfalz unterzeichnet haben:
Aus RWD
:
Stammbaum der Familie Ellenberger, der 1995 in einem größeren Werk von Richard Warren Davis veröffentlicht wurde (Mennonitische Forschungsstelle!)
Nicholas Ellenberger, b. 20 Jan 1667, Rüderswil.  He signed a letter in the Pfalz in 1698 as a Mennonite leader.  He lived at Gönnheim near Friedelsheim, Germany in 1717, 1721 and 1724.
Quelle Helmut Meinhardt:
1681 Einwohnerliste Gönnheim   Nr. 12. Niklaus Ellenberger, ein Wiedertäufer .

Also könnte Nikolaus mit Niggli schon vorher eingetroffen sein.

Dazu paßt, daß Abraham 1765-1799 Prediger in Friedelsheim war.

Als Erbbeständer hatte er also das Gut von 1762-1784.

Mittelgasse Haus Nr. 90 in Gönnheim/Pfalz
1680 hatte dasselbe Haus die N° 39 und „Nikolaus Ellenberger, Lambrechter Erbbeständer“, Abrahams Vater war dort als Haushaltungsvorstand bezeichnet.
Merkwürdigerweise ist er nicht in der obigen Liste der Erbbeständer von Ulrich Meinhardt verzeichnet.
im Gönnheim-Plan 1762-1800 war Abraham in dem selben Haus jetzt mit N° 62, in den etwas von der Mittelgasse (heute Bismarckstraße 5) zurückgelegenen Anwesen
als Erbbeständer eingetragen